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BAB 045/20: COVID-19 Lessons learnt

Kontext

Mit Beginn der Covi9-19-Krise im März 2020 wurden schwächen des österreichischen bzw. globalen Wirtschaftssystems sichtbar. Die Initiative zum Forschungsprojekt wurde bereits im April 2020 ergriffen als klar wurde, dass die Bewältigung der Covid-19-Krise die Land- und Forstwirtschaft vor große Herausforderungen stellt.

Zielsetzung

Darstellung kurz- und mittelfristiger Maßnahmen zur Stärkung der landwirtschaftlichen Produktion sowie deren Verarbeitung und Vermarktung im Lichte der Erfahrungen aus der Corona-Krise. Sowie Evidenz schaffen zu: i) regionalen Wertschöpfungsketten / internationale Marktverflechtung; ii) Arbeitseinsatz in der Landwirtschaft / Arbeitskräfte aus dem Ausland; iii) Absatzmärkte in der Gastronomie und Direktvermarktung sowie iv) Förderinstrumenten. Das Projekt ist in Arbeitspakete geteilt, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Bundesanstalt für Agrarwirtschaft und Bergbauernfragen werden an folgenden Teilprojekten mitwirken:

Arbeitspaket 1: Projektmanagement
Projektleiter: Thomas Resl (BAB) und Franz Sinabell (WIFO)
MitarbeiterInnen: Susanna Steinbrecher (BAB), Susanne Markytan (WIFO)
Kontext
Mit dem Projekt Covid-19-Lessons Learnt (Acronym RESILIENZ) wird ein großes interdisziplinäres Forschungsprojekt umgesetzt. Die grundlegende Projektidee ist, die Elemente der Wertschöpfungskette Agrargüter und Lebensmittel in Österreich im Hinblick auf ihre Resilienz zu durchleuchten, neue Datensysteme zu erstellen und die Basis für fakten- und evidenzbasierte Bewertungen zu schaffen. Ein weiteres Ziel ist, zusammen mit Akteuren der Wertschöpfungskette Maßnahmen zu entwickeln, durch welche die Resilienz verbessert wird. Die fachliche und organisatorische Leitung wird von BAB und WIFO gemeinsam durchgeführt. Das Vier-Augenprinzip stellt sicher, dass die angestrebten Ziele in dem ambitionierten Zeitplan zu bewältigen sind und schafft Redundanz in den organisatorischen Abläufen.

Arbeitspaket 2: Futtermittelbilanz
Projektleiter: Thomas Resl (BAB)
MitarbeiterInnen: Steinwidder, Guggenberger, Krimberger​ (HBLFA RG), Bader (STAT), Gahleitner, Linder und Maria (BAB)
Kontext
Futtermittel sind die wichtigste Vorleistung in der österreichischen Landwirtschaft. Im Jahr 2019 wurde von den 4,3 Mrd. € an Vorleistungen insgesamt 1,5 Mrd. € für Futtermittel aufgewendet. Zur Veranschaulichung der Größenordnungen: Energie, der zweitwichtigste Input wurde im Umfang von 0,4 Mrd. € nachgefragt. Etwa ein Drittel der Futtermittel (gerechnet in Werten) wird vom Agrarsektor selber produziert.
Über die Produktion und den Einsatz von Futtermitteln gibt es in Österreich auf Bundesebene eine jährlich veröffentlichte Statistik, die Futtermittelbilanz. Sie wird vom HBLF-RA in Kooperation mit Statistik Austria erstellt. Aufgrund des technologischen Wandels ist es allerdings nötig, die bisher verwendete Methode anzupassen und zu aktualisieren. Ein Ziel des Projektes ist, die Wertschöpfungsketten der österreichischen Landwirtschaft systematisch darzustellen und dabei die regionale Dimension extra auszuweisen, sofern dies sachlich gerechtfertigt und möglich ist. Da die Futtermittelbilanz derzeit nur auf Bundesebene vorliegt, fehlt die Information über den wichtigsten Input der österreichischen Landwirtschaft auf regionaler Ebene. Im Arbeitspaket AP BAB_LW Regionale Inputs werden die Vorleistungen der landwirtschaftlichen Aktivitäten auf regionaler Ebene berechnet (NUTS 3). Um sicherzustellen, dass die Zuordnung korrekt ist, sollte die Futtermittelbilanz auf der gleichen Ebene vorliegen. Damit ist gewährleistet, dass Faktoreinsatz (Arbeitskräfte, Land, Kapital), Vorleistungen (Futtermittel und andere) und Output (landwirtschaftliche Güter und Dienstleistungen) in Form konsistenter Methoden vorliegen.

Arbeitspaket 3: Regionale landwirtschaftliche Wertschöpfungsketten
Projektleiter: Thomas Resl (BAB)
MitarbeiterInnen: Hambrusch​, Gahleitner​, Linder​, Maria, Reindl, Schneck, Heinschink, Pistrich​, Doppelreiter​, Stelzer (alle BAB), Sinabell, Streicher, Weinberger (alle WIFO)
Kontext
Am BAB wurden die Mengenflüsse von wichtigen Marktfrüchten im Detail erfasst und übersichtlich dargestellt. Dabei handelt es sich um Getreide (einschließlich Mais). Für die wichtigsten Handelsfrüchte und tierischen Produkte gibt es derzeit keine vergleichbaren Darstellungen. Ein wichtiger Schritt, um die Versorgungslage ausreichend zu beschreiben ist, die wichtigsten weiteren Agrargüter zu erfassen. Dabei geht es darum, die wesentlichen Verarbeitungsschritte hinsichtlich ihrer Menge darzustellen. Es ist nicht möglich, alle Produkte in diesem Schema im Detail abzubilden. Die Auswahl der landwirtschaftlichen Aktivitäten wird hinsichtlich der Bedeutung für die menschliche Ernährung getroffen. Futter für Nutztiere ist der wichtigste und vom Wert her bedeutendste Input für die Landwirtschaft in Österreich. Viele landwirtschaftliche Güter werden teilweise auch als Futter entweder unmittelbar am Betrieb oder über Handelsströme zwischen landwirtschaftlichen Betrieben oder über eine zusätzliche Verarbeitungsstufe in der Futtermittelwirtschaft bereitgestellt. Die Futtermittelbilanz gibt Aufschluss über die wichtigsten Mengen, aber nicht über die Glieder der Wertschöpfungskette, die diese bereitstellen. Im Arbeitspaket AP BAB_Futtermittelbilanz soll diese Wissenslücke geschlossen werden. Im Zuge des vorliegenden Arbeitspaketes soll nicht nur der Mengenfluss dargestellt, es soll auch die Wertschöpfungskette aus dem monetären Blickwinkel betrachtet werden. Dazu werden bisher nicht genutzte Statistiken wie die Aufkommens- und Verwendungstabellen oder die Abgestimmte Erwerbsstatistik und Arbeitsstättenzählung herangezogen. In diesem Ergänzungsmodul wird – soweit es möglich ist – die mengenmäßige Darstellung ergänzt um die wertmäßige.

Arbeitspaket 4: Regionale Nachfrage nach Vorleistungen in der österr. Landwirtschaft
Projektleiter: Karin Heinschink (BAB)
MitarbeiterInnen: Tribl (BAB), Mayer (STAT), Sinabell (WIFO)
Kontext
Am BAB wird in Kooperation ein Dateninformationssystem entwickelt, in dem die Kosten der landwirtschaftlichen Produktion untersucht werden. Das Datenmodell INCAP (index based costs of agricultural production) ist eng mit IDB (Internet-Deckungsbeitrag) vom BAB verknüpft. Der Zweck ist, die Struktur der variablen Produktionskosten und ihrer Komponenten für die wichtigsten Verfahren in Österreich nach regionalen Gesichtspunkten darzustellen. Dabei wird nicht nur zwischen biologischer und konventioneller Wirtschaftsweise unterschieden, sondern es werden auch andere extensive Produktionsverfahren erfasst. Statistik Austria hat für den Zweck der Evaluierung vom Programm der ländlichen Entwicklung in mehreren Projekten eine Auswertung der LGR (Landwirtschaftliche Gesamtrechnung) auf regionaler Ebene (NUTS 3) vorgelegt. Der Faktoreinsatz, vor allem die Vorleistungen werden dabei zwar insgesamt angeführt, jedoch nicht in Beziehung zu den einzelnen Verfahren gesetzt. In dem vorliegenden Arbeitspaket sollen die beiden Ansätze zur Beschreibung der vorgelagerten Wertschöpfungsketten miteinander kombiniert werden. Ergänzt werden die Auswertungen um die Ergebnisse aus zwei anderen Arbeitspaketen: AP WIFO_LW FW Unselbständig Beschäftigte, in dem die Beschäftigung durch ausländische Arbeitskräfte analysiert wird und AP BAB_Futtermittelbilanz, in dem die Methode der Futtermittelbilanzen angepasst wird. Von Statistik Austria sollen aktualisierte Daten zur LGR auf NUTS 3-Ebene und die aktualisierte Futtermittelbilanz bereitgestellt werden

Arbeitspaket 5: Forstwirtschaftlicher Arbeitsmarkt
Projektleiter: Zöscher (BFW-Forstliche Ausbildungsstätte Ossiach)
MitarbeiterInnen: Huber, Nemestóthy, Wurm (alle BFW), BockSchappelwein, Kaniovski, Weinberger, Sinabell (alle WIFO), Oedl-Wieser, Quendler (BAB)
Kontext
Der Arbeitsmarkt in Österreich ist starken dynamischen Änderungen unterworfen. In den zurückliegenden Jahren wurde Schritt für Schritt Arbeitskräften aus EU-Mitgliedsländern der Zugang zum Arbeitsmarkt ermöglicht. Unternehmen haben dieses breitere Angebot genutzt und setzen vermehrt Arbeitskräfte ein, die nicht in Österreich geboren und ausgebildet wurden. Festzuhalten ist aber auch, dass fast die Hälfte der jährlich eingeschlagenen Holzmenge von betriebseigenen Forstarbeitern, von Bauernakkordanten oder von den Betriebsführern bäuerlicher, waldstarker Betriebe selbst getätigt wird. Eine weitere Entwicklung spielt ebenfalls eine wichtige Rolle: durch rasche technische Fortschritte in der Holzernte und zunehmende Kapitalintensität hat sich die Organisation der Forstproduktion zunehmend geändert. Viele Tätigkeiten, die vor kurzem noch vom Betrieb selber ausgeführt wurden, werden nun als Dienstleistung zugekauft. Diese Veränderungen haben zu neuen Formen der Organisation geführt, die zum Teil mit größeren Risiken verbunden sind. Den teilweise günstigeren Kosten, stehen zusätzliche Abhängigkeiten und von den Betrieben schwer kontrollierbare Unwägbarkeiten gegenüber. In diesem Arbeitspaket werden die Zusammenhänge systematisch aufgearbeitet und Lösungsvorschläge erarbeitet, um die Resilienz zu verbessern. Wichtig erscheint, dass Impulse zur Stimulation der Wertschöpfungskette und der Motivation zur Holzmobilisierung und der stärkeren Abschöpfung des laufenden Holzzuwachses, gleichzeitig wichtige Impulse zur Erhaltung der Wirtschaftskraft des Ländlichen Raumes und der Garantie der Prosperität ländlicher Regionen darstellen. Eine genaue und möglichst detaillierte Darstellung der Rahmenbedingungen, Einflussfaktoren und Regelmechanismen der Wertschöpfungskette Wald und Holz sowie deren Einfluss auf die gesellschaftspolitisch wichtigen Bereiche Arbeitsmarkt- und Beschäftigungssituation sowie der bioökonomischen Gesamtleistung ist daher essenziell

Arbeitspaket 6: Marktmacht
Projektleiter: Pröll (BOKU)
MitarbeiterInnen: Grüneis, Loibl, Bauchinger (BAB), Schmidt-Dengler (Uni-Wien), Sinabell (WIFO)
Kontext
In Österreich ist die Konzentration im Lebensmittel-Einzelhandel und in einzelnen Segmenten der Industrie zur Verarbeitung bzw. von Abnehmern agrarischer Rohstoffe sehr hoch. Dies weckt die Besorgnis, dass die Marktstellung gegenüber der Vielzahl der kleinen Anbieter missbraucht wird. Im Kern geht es um die Frage, ob Landwirte und Landwirtinnen bzw. Unternehmen, die im Eigentum von Landwirten und Landwirtinnen sind (Erzeugergemeinschaften, Genossenschaften) Marktmacht ausgesetzt sind und dadurch Preise erzielen, die unter dem Wettbewerbspreis liegen. Es gibt in Österreich nur wenige Studien, die sich mit dieser Thematik befassen. Die vorliegenden Befunde sind nicht sehr schlüssig, da wichtige Größen zur Beurteilung, ob nun Marktmacht vorliegt oder nicht, eine geringe Validität haben. Der Grund dafür liegt darin, dass meist ganze Branchen und nicht einzelne Unternehmen betrachtet werden. Das Wettbewerbsrecht erfordert klare Evidenz und lückenlose Beweisführung in Verfahren zur marktbeherrschenden Stellung einzelner Firmen. Klare Evidenz ist auch nötig um im Parlament Mehrheiten zu finden bzw. gegenüber der EU-Kommission grünes Licht zu bekommen um einschneidende Maßnahmen zur Stärkung des Wettbewerbs zu etablieren. Unternehmen und Betriebe, die eine schwache Marktstellung haben, können ihre Position verbessern indem sie Daten bereitstellen, die zur Analyse in solchen Verfahren herangezogen werden. Da die Beweisführung aber aus industrie-ökonomischen Gesichtspunkten nicht einfach ist und von kritischen Details abhängt, ist eine systematische Herangehensweise nötig. Von der EU-Kommission angeregt bzw. als Vorgabe umzusetzende Bestimmungen wie die Einrichtung von Ombudsstellen stärken die schwächeren Glieder. Die spieltheoretischen Konstellationen sind aber nicht trivial, da Reputation aufgebaut wird und wiederholte Interaktionen zwischen Lieferanten und Abnehmern stattfinden und für Außenstehende schwer erkennbare Signale vermittelt werden. Zum Thema Forstwirtschaft liegen derzeit gar kaum Befunde für Österreich vor und in der Forstpolitik gibt es keine mit der Landwirtschaft vergleichbaren Instrumente. Es ist daher nötig, zunächst die internationale Literatur zu sichten und die Marktstruktur zu durchleuchten. Die spezifische Situation dabei ist, dass es wenige große Forst-Unternehmen gibt und sehr viele kleine. Dies führt zu besonderen Konstellationen zumal eine Produktdifferenzierung nicht im gleichen Maß wie in der Landwirtschaft möglich ist. In diesem Arbeitspaket geht es darum, unterstützt durch zeitgemäße industrieökonomische Konzepte und mit dem Rückenwind der in Umsetzung befindlichen Instrumente zur Stärkung der Marktstellung kleiner Erzeuger seitens der EU-Kommission, die Sichten der einzelnen Branchen zu erheben um maßgeschneiderte Vorschläge zu erarbeiten, die zu fairen Konditionen zwischen den Marktteilnehmern beitragen.

Arbeitspaket 7: Analyse der Beschaffung von Lebensmitteln über Ausschreibungen
Projektleiter: Klien (WIFO)
MitarbeiterInnen: Oedl-Wieser, Quendler (BAB), Kaniovski, Sinabell, Weingärtler (alle WIFO)
Kontext
Mit einem Volumen von mehr als 770 Mio. € in 2018 repräsentiert der öffentliche Sektor einen wichtigen Teil der Nachfrage nach Lebensmitteln (Dabei handelt es sich nur um Oberschwellenvergaben. Inklusive Vergaben unter den EU-Schwellenwerten, dürfte das Volumen an öffentlicher Nachfrage nach Lebensmitteln noch deutlich höher liegen.) Vor dem Hintergrund dieses bedeutenden Nachfragefaktors scheint es überraschend, dass es bisher keine systematischen Analysen dieses wichtigen Teils der Wertschöpfungskette für Österreich gibt. Dabei gibt es mit den von der Europäischen Kommission veröffentlichten Daten in TED (Tenders Electronic Daily) und der Kerndaten auf data.gv.at mittlerweile bereits zwei reichhaltige Datenset zur Analyse der öffentlichen Nachfrage nach Lebensmitteln. Auf Basis dieser vom WIFO aufgearbeiteten Datensätze können auf Basis mehrerer tausend Vergaben jährlich – wobei mehrere hundert Vergaben auf den Bereich Lebensmittel entfallen – detailliertere Einblicke in die öffentliche Beschaffung von Lebensmitteln. Nach unserem Kenntnisstand wurde eine Auswertung dieser Daten im Hinblick auf Lebensmitteln in Osterreich bisher noch nicht durchgeführt. Die zu erwartenden Ergebnisse sind in der Lage, die Verflechtungen zwischen Anbietern und öffentlichen Nachfragern zu zeichnen, wodurch speziell die Frage der Regionalität untersucht werden kann.

Arbeitspaket 8: Unselbständig Beschäftigte aus dem Ausland in der Wertschöpfungskette Agrar- und Lebensmittel
Projektleiter: Bock-Schappelwein (WIFO)
MitarbeiterInnen: Wiesinger, Egartner (BAB), Böhs, Sinabell, Weinberger (alle WIFO)
Kontext
Im Jahr 2019 waren 25.217 unselbständig Beschäftigte in der Land- und Forstwirtschaft tätig. Dies entsprach 0,7% der aktiv unselbständig Beschäftigten in Österreich. Im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2018 gab es damit fast um ein Drittel mehr unselbständig Beschäftigte in der Land- und Forstwirtschaft (2008/19: +6.230 bzw. +33,0%). Gegenüber der Gesamtwirtschaft zeichnet sich unselbständige Beschäftigung in der Land- und Forstwirtschaft durch einen vergleichsweise hohen Anteil an ausländischen Arbeitskräften bzw. Pendler/innen aus dem Ausland aus. Im Jahr 2019 belief sich der Anteil von Arbeitskräften mit nicht-österreichischer Staatsbürgerschaft auf 53,3% und war damit mehr als doppelt so hoch wie unter allen aktiv unselbständig Beschäftigten in Österreich (21,5%). Zudem lebte fast ein Drittel der in der Land- und Forstwirtschaft tätigen ausländischen Arbeitskräfte 2019 im Ausland (2019: 32,4%), d.h. pendelte zur Arbeit nach Österreich. Über alle Branchen hinweg hatten 2019 13,9% aller ausländischen Arbeitskräfte in Österreich ihren Wohnort im Ausland und pendelten zu Erwerbszwecken nach Österreich. Differenziert nach Wohnort zeigt sich zudem, dass die Beschäftigungsdynamik unter ausländischen Arbeitskräften in der Land- und Forstwirtschaft in den letzten Jahren insbesondere durch jene getrieben worden ist, die nach Österreich zur Arbeit pendeln. Der überwiegende Teil der unselbständig Beschäftigten in der Landwirtschaft stammt damit aus dem Ausland und auch in der Wertschöpfungskette ist der Anteil von unselbständig Beschäftigten mit ausländischen Wurzeln hoch. Die Datenbank Bali des BMAFJ bietet einen umfassenden Überblick über die Struktur der unselbständigen Beschäftigung differenziert nach Geschlecht, Alter, Staatsbürgerschaft, Wohnort sowie Wirtschaftsklasse (bis ÖNACE 4-Steller-Ebene) bzw. Bundesland des Arbeitgebers. Sie ist somit eine wichtige Datenquelle, um die Beschäftigung auf Branchenebene zu charakterisieren und Veränderungen im Beschäftigungsumfang sichtbar zu machen. Die WIFO Individualdatenbank (INDI-DV) erfasst ähnliche Merkmale wie Bali, beinhaltet aber zusätzliche Charakteristika für Arbeitskräfte, die eine tiefergehende Analyse der Beschäftigungsverhältnisse erlauben sowie zusätzlich betriebsspezifische Attribute. So können etwa Auswertungen neben der Zugehörigkeit zu Branchen auch im Hinblick auf Firmencharakteristika (z.B. Betriebsgröße, Merkmale der Beschäftigungsveränderung im Betrieb) durchgeführt werden. Auch in Bezug auf die Arbeitnehmer/innen können weitere Merkmale betrachtet werden wie beispielsweise Karriereverläufe im Betrieb.

Zeitplan

Projektbeginn: November 2020

Projektende: Juni 2022

ProjektleiterIn

Team

BAUCHINGER, Lisa

MA Lisa Bauchinger

Berggebietsforschung und Regionalentwicklung
DOPPELREITER, Sebastian

DI B.Sc. Sebastian Doppelreiter

Agrarökonomie und Datenmanagement
EGARTNER, Sigrid

MMag.a Sigrid EGARTNER

Ländliche Sozialforschung und Bibliothek
GAHLEITNER, Gerhard

DI Gerhard GAHLEITNER

Agrarökonomie und Datenmanagement
GRUENEIS, Heidelinde

DI.in Dr.in Heidelinde GRUENEIS

Agrar-, Umwelt- und Ernährungssysteme
HAMBRUSCH, Josef

DI Dipl.-Päd. Ing. Josef HAMBRUSCH

Agrarökonomie und Datenmanagement
HEINSCHINK, Karin

Mag.a PhD Karin HEINSCHINK

Agrar-, Umwelt- und Ernährungssysteme
LOIBL, Elisabeth

DI.in Elisabeth LOIBL

Agrar-, Umwelt- und Ernährungssysteme
MARIA, Richard

B.Sc. Richard MARIA

Agrarökonomie und Datenmanagement
OEDL-WIESER, Theresia

Mag.a DI.in Dr.in Theresia OEDL-Wieser

Ländliche Sozialforschung und Bibliothek
QUENDLER, Erika

DI.in Dr.in Erika QUENDLER

Ländliche Sozialforschung und Bibliothek
REINDL, Andreas

DI B.Ed. Andreas REINDL

ehemalige MitarbeiterInnen
SCHNECK, Moritz

DI B.Sc. Moritz SCHNECK

Agrarökonomie und Datenmanagement
TRIBL, Christoph

DI Dr. Christoph TRIBL

Agrar-, Umwelt- und Ernährungssysteme
WIESINGER, Georg

DI Dr. Georg WIESINGER

Ländliche Sozialforschung und Bibliothek
STELZER, Christoph

DI B.Sc. Christoph STELZER

Agrarökonomie und Datenmanagement
WEIGL, Martin

DI Martin WEIGL

Agrarökonomie und Datenmanagement
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