Forschungsprojekte

BAB 021/19: Vorbereitung eines zentralen Datenportals für die Landwirtschaft

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Ausgangssituation

Digitalisierung und Internet prägen nicht nur unser tägliches Privat- und Berufsleben. Auch in der Landwirtschaft wäre ein Arbeiten ohne elektronische Steuerungen, Computer und Internet kaum mehr vorstellbar. Mechanisierung, Elektronik und Automatisierung haben der Landwirtschaft eine massive Effizienzsteigerung gebracht. Der Zugriff auf das Internet ist zur Selbstverständlichkeit geworden.

Mit diesem Hintergrund der verschiedenartigen Probleme, Herausforderungen, aber auch der Chancen durch die Digitalisierung wurde im Frühjahr 2017 im Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft eine Plattform „Digitalisierung in der Landwirtschaft“ eingerichtet die im Herbst 2018 einen Bericht mit Handelsempfehlungen zum Thema „Digitalisierung in der Landwirtschaft - Über den Stand der Entwicklung, die Herausforderungen und den Nutzen der neuen Technologien für die Landwirtschaft“ erarbeitet.

Eine der Handlungsempfehlungen war die „Schaffung eines zentralen Datenportal für die Landwirtschaft“. Dafür wird im gegenständlichen Vorprojekt eine Erhebung über bereits vorliegende datenführende Register über landwirtschaftlich relevante Daten bzw. Karteninformationen durchgeführt.

Zielsetzung

Ziel des Projekts ist die Erhebung der für die Landwirtschaft vorhandenen und relevanten Daten zur Erarbeitung von Umsetzungsempfehlungen für ein zentrales Datenportal für die Landwirtschaft.

Bedeutung/Begründung der Notwendigkeit

Es gibt derzeit keine zentrale Datenplattform. Die für die Landwirtschaft relevanten Daten liegen, bei vielen Organisationen und auf verschiedenen Systemen und Servern, welche zum Teil schwer auffindbar sind.

Die Vorteile eines zentralen Datenportals sind vielschichtig. Ein Vorteil liegt in der Übersichtlichkeit der vorhandenen Daten und Bereiche. Der wesentliche USP eines zukünftigen zentralen Datenportals für die Landwirtschaft liegt daher in den übersichtlichen und vereinheitlichten zentralen Daten. Dadurch sollen Doppelgleisigkeiten derselben Daten vermieden und abgebaut werden. Der Nutzer erhält aufgrund der Vereinheitlichung der Daten zudem stets nur aktuelle Informationen und Daten. Ein weiterer Vorteil des zentralen zukünftigen Datenportals liegt darin, dass für den jeweiligen Betriebszweig relevante Daten auch maschinenlesbar für ein FMIS vorhanden sind und auf der Plattform frei, im Sinne von Open Government Data, zur Verfügung gestellt werden.

Geplanter Ablauf, Durchführung

Die Projektleitung obliegt Reinhard Streimelweger (Francisco Josephinum), Thomas Resl wird AWI intern die Abläufe koordinieren.

Das Projekt ist in 4 Arbeitspakete geteilt:

Arbeitspaket 1 – Projekt-Management: Die allgemeine Zielsetzung dieses Arbeitspaketes ist die Leitung und Koordination des gesamten Projektablaufes.  Die Projektkoordination dient als Bindeglied zwischen allen beteiligten Projekt-partnern und sichert eine kontinuierliche Kommunikation innerhalb des Projektes. Das Arbeitspaket 1 – Projekt-Management beinhaltet die allgemeine Administration des Projektes.

Arbeitspaket 2 – Erhebung und Strukturierung von Daten beinhaltet eine detaillierte Darstellung der relevanten Daten (wo, welche, in welchem Dateiformat) eines zentralen Datenportals für die Landwirtschaft in enger Zusammenarbeit mit der Bundesanstalt für Agrarwirtschaft (AWI).

  • Internetrecherche zu Daten der Institutionen. Recherche in facheinschlägige Publikationen, Scientific Papers und Forschungsberichten
  • Angedacht sind Meetings mit relevanten Institutionen (AMA, AGES, A-WI, TGD, NOE Genetik, Zucht Data, ZAR, LK Österreich, etc.)
  • Angedacht ist die Erhebung, welche Institutionen Primärdaten (z.B. Börse für Landwirtschaftliche Produkte Wien) für die Landwirtschaft liefern und welche Sekundärdaten nutzen

Nach dem Arbeitspaket 2 ist ein Meilenstein „Konzept“ festgesetzt, wo es um die gemeinsame Bewertung der erhobenen Daten und eines erstellten Konzeptes sowie der Entscheidung über eine Fortführung des Projekts geht. Diese Bewertung kann neben einer Weiterführung mit dem Arbeitspaket 3 auch zu einem Abbruch des Projekts führen, wenn die Projektpartner AWI und JR zu dem Schluss kommen, dass eine Weiterführung des Projekts nicht mehr sinnvoll erscheint.

Arbeitspaket 3 – Erstellung einer Übersicht beinhaltet eine Strukturierung der aufgefundenen und vorhandenen Daten, um eine mögliche Nutzung für eine spätere zentrale Datenplattform im Sinne der Plattform „Digitalisierung in der Landwirtschaft“ des BMNT gewährleisten zu können.

Arbeitspaket 4 – Vorbereitung einer Ausschreibung: Der Aufgabenschwerpunkt in Arbeitspaket 4 liegt in der Erstellung eines Lastenheftes durch aufzeigen

  • in welcher Form,
  • welche Daten in Zukunft
  • von welchem Datenanbieter
  • für welche Zielgruppe
  • auf dem zukünftigen zentralen Datenportal frei zur Verfügung gestellt werden sollen.

Diese erfolgt durch Datenauswertung und Interpretation seitens JR und AWI.

Zeitplan

Projektbeginn: Januar 2019

Projektende: Dezember 2019

ProjektleiterIn

Team

QUENDLER, Erika

DI.in Dr.in Erika QUENDLER

Ländliche Sozialforschung und Bibliothek
abgeschlossen
Dietrichgasse 27
1030 Wien
 +43 (1) 71100 - 637415

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