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AWI/182/18: Digitalisierung an den Höheren land- und forstwirtschaftlichen Schulen in Österreich

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Digitalisierung betrifft heutzutage alle Lebensbereiche der Lebens-, Berufs- und Arbeitswelt. Wer aktiv an dieser gesellschaftlichen und technologischen Entwicklung teilhaben will, braucht digitale Fähigkeiten und digitales Wissen. Es geht darum, die Mechanismen und Regeln der digitalen Welt zu verstehen und sich diese produktiv und verantwortungsvoll anzueignen. Die jeweilige Antwort auf die Frage nach den gegenwärtigen und zukünftigen Möglichkeiten des Lehrens und Lernens mit digitalen Medien wird in den letzten Jahren besonders durch die neuen technischen Entwicklungen und Möglichkeiten des Internets sowie der mobilen Endgeräte geprägt (z.B. portable Endgeräte, Social Web, digitale 3D-Welten, digitale Spiele, Serious Gaming). In Kontext dieser Entwicklung entstehen digitale Lernwelten. Digitale Unterrichtsmittel der Lehrkräfte sowie Schülerarbe-ten und das Ablegen der Matura in digitalisierter Form nehmen zu. Die Aufgabe der Bildung an den Höheren Bundeslehranstalten für Land- und Forstwirtschaft (HBLA) ist es, Rahmenbedingungen für die Schülerinnen und Schüler zu schaffen, damit sie die Chancen der Digitalisierung wahrnehmen, nutzen und aktiv mitgestalten können. Dies beinhaltet nicht nur die Vermittlung informationstechnologischen Wissens und den Einsatz von digitalen Medien im Unterricht, sondern auch den kritischen und emanzipatorischen Umgang mit digitalen Inhalten sowie die fachliche Anwendung.

Ziel der Studie ist es, den Stand der Digitalisierung an den HBLA sowie den Handlungsbedarf für die zukünftige Ausrichtung aus der Sicht der Schülerinnen und Schüler zu erfassen. Es stellen sich folgende Forschungsfragen: Mit welchen digitalen Medien sind die HBLA ausgestattet? Wie werden diese im Lernprozess eingesetzt? Wie relevant sind diese als Wissensobjekt für die Schülerinnen und Schüler? Wie wirkt sich die Digitalisierung auf den Unterricht und die Rolle der Lehrkraft aus? Welche Handlungsfelder können benannt werden, in denen sich für die HBLA angesichts der digitalen Chancen und Herausforderungen Entwicklungspotenzial abzeichnet?
Bedeutung/Begründung der Notwendigkeit

Die Gestaltungsmöglichkeiten in der digitalen Welt von morgen sind eng damit verknüpft, wie wir heute die Schülerinnen und Schüler in den HBLA darauf vorbereiten bzw. was ihnen ermöglicht wird. Angesichts der Digitalisierung rückt die Frage, wie Lehren und Lernen mit digitalen Medien an den HBLA praktiziert wird bzw. noch besser verankert werden kann, aktuell noch stärker in den Vordergrund. Wenig ist bekannt über den Stand der Digitalisierung an den HBLA, z.B. Ausstattungsdichte mit digitalen Medien und Nutzungshäufigkeit digitaler Medien im Unterricht. Es bedarf klar formulierter Ziele und einer gemeinsamen inhaltlichen Ausrich-tung von digitalen Medien in der Bildung sowie beruflichen Anwendung. Im Masterplan Ländlicher Raum werden die Richtung und der Rahmen des BMNT vorgegeben.

Die Tätigkeiten der Bundesanstalt im Rahmen des Projektes umfassen die Durchführung der Befragung, die statistische Auswertung und die Verfassung eines Berichtes. Weitere Aufgaben sind die Publikation der Ergebnisse in Fachmedien sowie die Verbreitung der Ergebnisse auf wissenschaftlichen Veranstaltungen. Die Definition der Grundbegriffe und der Fragebogen werden unter der Koordination der Abteilung Präs. 4 in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik und den HBLA erarbeitet. Das Vorhaben wird in enger Zusammenarbeit mit der Abteilung Präs. 4, Schulen, Zentren für Lehre und Forschung des BMNT und den HBLA durchgeführt.

Projektbeginn: Januar 2018
Projektende: Dezember 2018

ProjektleiterIn

QUENDLER, Erika

DI.in Dr.in Erika QUENDLER

Ländliche Sozialforschung und Bibliothek

Team

MARIA, Richard

B.Sc. Richard MARIA

Agrarökonomie und Datenmanagement
REINDL, Andreas

DI B.Ed. Andreas REINDL

ehemalige MitarbeiterInnen
abgeschlossen
Dietrichgasse 27
1030 Wien
 +43 (1) 71100 - 637415

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