Forschungsprojekte

BAB 001/76: Ökonometrische Modelle für den österreichischen Schweine- und Rindermarkt

Zielsetzung

Agrarpolitik, Verwaltung und die EU-Institutionen (EU-VO 1165/2008) benötigen zur Erfüllung ihrer gesetzlichen Aufgaben Informationen über die Entwicklung der Agrarmärkte. Daher werden von der Bundesanstalt für Agrarwirtschaft seit über 30 Jahren Prognosen über das Angebot an Schweinen und Rindern erstellt. Die Prognosen wurden auch im Jahr 2018 mittels eines Regressionsmodells, welches sich an den Viehzählungsdaten orientiert, durchgeführt. Diese Methode der Marktprognosen wird im Jahr 2019 weiter angewandt.

Die EU-Kommission genehmigte Österreich mit der Entscheidung 2004/412/EG vom 28. April 2004 den Rinderbestand unter ausschließlicher Verwendung der AMA-Rinderdatenbank zu erheben. Die in der RDB nicht enthaltenen Tierkategorien (Schlacht-/Zucht- und Nutzkälber und -kalbinnen) werden dabei mittels einer an der Bundesanstalt für Agrarwirtschaft entwickelten Faktorenmethode eruiert. Mit Juni 2004 wurden erstmalig ausschließlich die Auswertungen aus der Rinderdatenbank der Prognose zugrunde gelegt.

Im Schweinebereich wurde mit Zustimmung von EUROSTAT der dreimalige Erhebungsrhythmus auf zwei Zählungen pro Jahr (1. Juni, 1. Dezember) umgestellt. Die Prognosen fußen seither auf den Altersfortschreibungen aus den 2 Schweinebestandserhebungen zu den Stichtagen 1. Juni und 1. Dezember, wobei mit Beginn 2012 die Respondentenbasierte Stichprobenerhebung des Schweinebestandes für den Stichtag 1. Juni durch eine Bestandesberechnung ersetzt wurde, die mit einem Regressionsmodell basierend auf den Daten der VIS-Aprilerhebung erfolgt. Die zur Anwendung gelangenden Parameter werden auch unter Bedachtnahme dieser Abänderung kontinuierlich nachjustiert.

Arbeiten 2021

Basierend auf den Viehbestandserhebungen im Dezember 2020 und Juni 2021 werden jeweils Produktionsprognosen für die Rinder- und Schweineproduktion (Bruttoeigenerzeugung, ausgedrückt in Stückzahl) ausgearbeitet. Dabei erfolgen laufend Überprüfungen der Treffgenauigkeit der Prognosemodelle und eine darauf basierende Anpassung der Modellparameter.

 

Speck am Markt

Speck am Markt

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