Das Institut

Das Institut

Die Bundesanstalt für Agrarwirtschaft und Bergbauernfragen (BAB) ist eine Dienststelle des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus (BMLRT) und versteht sich als sozioökonomisches Forschungsinstitut. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigen sich mit aktuellen und zukunftsweisenden Themen der Agrarpolitik, der Ernährungswirtschaft, des landwirtschaftlichen Betriebes und des ländlichen Raumes sowie der Berggebiete.

Am Institut werden die Wechselwirkungen zwischen Landwirtschaft und Gesellschaft aus unterschiedlichen Perspektiven analysiert und Grundlagen sowie Lösungsansätze für eine nachhaltige Entwicklung des ländlichen Raums im nationalen und im europäischen Kontext erstellt. Im Fokus steht eine differenzierte Betrachtung der landwirtschaftlichen Betriebe, Strukturen und Systeme sowie eine räumlich differenzierte Analyse, mit besonderem Fokus auf die Entwicklung der Berggebiete. Die Konzeption, Strukturierung und Auswertung von Daten zur Landwirtschaft und zum ländlichen Raum in einem umfangreichen Datenpool bildet eine wichtige Grundlage für wissenschaftliche Studien. Darüber hinaus erfolgt in der institutseigenen Spezialbibliothek eine systematische Dokumentation von bedeutender Fachliteratur, die eine wissenschaftliche Ressource für interne und externe Benutzerinnen und Benutzer ist.

 

 

Unsere Forschungsschwerpunkte

Zur Umsetzung unserer Vision und der Erfüllung des gesetzlichen Auftrags konzentrieren sich die Forschungsarbeiten der BAB auf folgende Forschungsschwerpunkte:

  • Agrarökonomie und Agrarmärkte
  • Berggebietsforschung und Regionalentwicklung
  • Ländliche Sozialforschung
  • Agrar-, Umwelt- und Ernährungssysteme

Die Forschungsthemen beziehen sich auf eine Reihe gesellschaftlicher Herausforderungen, die angesichts der zunehmenden Ansprüche an die Raumnutzung und -gestaltung, als auch die Organisation und Nutzung der Ressourcen vermehrt an Bedeutung gewinnen. Alle wissenschaftlichen Untersuchungen legen Augenmerk auf Klimawandel, Umweltentwicklung, Ressourcensicherung, Sozialen Wandel und technologische Veränderungen sowie Digitalisierung. Ihre Brisanz erfordert es, in allen wissenschaftlichen Untersuchungen der BAB auf diese Aspekte einzugehen und diese Fragen in der Konzeption der Forschungsprojekte und der Folgenabschätzung zu berücksichtigen.

Unsere Forschung ist ausgerichtet auf

  • eine Orientierung der Forschungskonzeption auf eine politikrelevante Umsetzung in Bezug auf Agrarpolitik sowie sektor- und raumrelevante Politikbereiche der Ländlichen Entwicklung und der Berggebietsentwicklung,
  • die Abschätzung von Politikfolgen auf unterschiedliche Gesellschaftsgruppen,
  • die differenzierte Betrachtung von Politikeffekten in sozialer und räumlicher Hinsicht,
  • die Berücksichtigung der Akzeptanz von Maßnahmen,
  • das Ziel Nachhaltiger Entwicklung sowie Fragen der Resilienz und erforderlicher Transformationsprozesse.

Wir bieten an

  • Zugang zum Datenpool
  • Politikberatung
  • spezifisches Methodenwissen
  • Forschungskooperationen
  • wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Spezialbibliothek,
  • Monitoring und Evaluierung
  • EDV (Infrastruktur, technische Systeme und Software-Entwicklung)
  • Wissenstransfer (z.B. Beratungsunterlagen, Publikationen, Vorträge, Social Media)

Grundprinzipien unserer Tätigkeit

Unsere wissenschaftliche Tätigkeit beruht auf folgenden Grundprinzipien:

  • International, national und regional
  • Inter- und transdisziplinär
  • Systemisch
  • Wirkungsorientiert
  • Politikorientiert
  • Zukunftsorientiert
  • Zielgruppenorientiert
  • Kontinuität

Geschichte der BAB

Im Jänner 2019 wurden die Dienststellen des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus (BMNT), die Bundesanstalt für Agrarwirtschaft (AWI) und die Bundesanstalt für Bergbauernfragen (BABF), zur Bundesanstalt für Agrarwirtschaft und Bergbauernfragen (BAB) zusammengeführt und wird seither von Thomas Resl geleitet.

Im Jahr 1960 wurde das „Agrarwirtschaftliche Institut“ gegründet, welches 1983 in Bundesanstalt für Agrarwirtschaft (AWI) umbenannt und gesetzlich im Bundesanstaltengesetz verankert wurde. Die Forschungsschwerpunkte umfassten Betriebswirtschaft, Markt- und Ernährungswirtschaft, Agrarpolitik, Regionalforschung und Landsoziologie. Weitere wichtige Aufgaben waren der Betrieb einer agrarwirtschaftlichen Spezialbibliothek und Dokumentationsstelle und das Management eines umfangreichen Datenpools. Leiter der Bundesanstalt für Agrarwirtschaft waren Otto Dornik (1960-1966), Hans Alfons (1967-1995), Hubert Pfingstner (1995-2012), Klaus Wagner (interimistisch 2013-2014) und Thomas Resl (2015-2018).

Die Bundesanstalt für Bergbauernfragen wurde 1979 als „Bergbauerninstitut“ gegründet. 1982 folgte die Umbenennung in Bundesanstalt für Bergbauernfragen (BABF) und deren gesetzliche Verankerung Forschungsthemen waren integrierte Regionalpolitik, Biolandbau, EU-Berggebiete, ländliche Sozialforschung, ressourcenschonende Ökonomie, Biodiversität, Gentechnik und -freie Zonen, Gender. Leiter der Bundesanstalt für Bergbauernfragen waren Josef Krammer (1979-2007), Thomas Dax (interimistisch 2007-2009) und Désirée Ehlers (2009-2018).

Die inhaltliche Verschränkung der Themenfelder und die Abstimmung der angewandten Methoden sollen in den künftigen Forschungsarbeiten den problem- und zukunftsorientierten Forschungszugang weiter vertiefen. Einer strategischen und organisatorischen Neuordnung folgte im Jahr 2019 eine Übersiedlung an einen neuen Standort in der Dietrichgasse 27 im 3. Bezirk in Wien.

Dietrichgasse 27
1030 Wien
 +43 (1) 71100 - 637415

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